Rezessionssorgen drücken deutsche Börsen deutlich -- E.ON hält an Zielen fest -- Wirtschaftsweise: Deutschland vor Rezession -- Milliardenminus bei HRE - Kapital vom Bund -- Amex braucht Staatsgeld

Heute anstehende Termine:
- GB: Arbeitsmarktdaten November
- Deutschland: ifo Wirtschaftsklima Euroraum 4. Quartal
- USA: MBA Hypothekenanträge
- USA: EIA Ölmarktbericht
- Applied Materials: Quartalszahlen
- AWD Holding: Quartalszahlen
- Axel Springer: Quartalszahlen
- centrotherm photovoltaics: Quartalszahlen
- E.ON: Quartalszahlen
- Electricité de France: Quartalszahlen
- HCI Capital: Quartalszahlen
- Hypo Real Estate: Quartalszahlen
- Interhyp: Quartalszahlen
- K+S: Quartalszahlen
- Techem: Quartalszahlen
- SOLON: Quartalszahlen
- Versatel Quartalszahlen

Nach der Talfahrt vom Vortag setzte an den deutschen Börsen zum Handelsstart am Mittwoch zunächst eine Gegenbewegung ein. Trotz schwacher Vorgaben aus den USA und Asien starteten die Indizes freundlich, konnten ihre Zugewinne aber nicht dauerhaft verteidigen. Sorgen um den Zustand der Weltwirtschaft übernahmen wieder die Kontrolle an den Parketts und sorgten für erneut deutliche Abschläge. Im Anlegerfokus standen abermals eine Reihe von Bilanzveröffentlichungen. Insbesondere der angeschlagene Hypothekenfinanzierer Hypo Real Estate, der nach einem Milliardenverlust nun offenbar eine Kapitalspritze vom Bund braucht, stand unter Beobachtung. Die Aktie brach zweistellig ein.
Der DAX stieg zunächst mit einem Plus von mehr als einem Prozent in den Handel ein und setzte sich damit wieder oberhalb der am Vortag verlorenen 4.800-er Marke fest. Die Verunsicherung der Anleger zeigte sich im weiteren Verlauf in einer Berg- und Talfahrt, bevor sich der Leitindex für einen deutlichen Abwärtstrend entschied und sogar die 4.600er Marke zeitweise nach unten durchbrach. Am Ende lag das Minus bei 3,0 Prozent und einem Endstand von 4.621 Zählern.
Der Technologiewerteindex TecDAX konnte zum Handelsstart zunächst einen Teil seiner Vortagesverluste ausgleichen, bevor sich die Bären durchsetzten und das Börsenbarometer ins Minus schickten. Ein deutlicher Kursrutsch setzte ein, der den Index um 5,6 Prozent auf 493 Punkte abwärts schickte.
17:01 Uhr: DAX-Verluste werden größer
Der deutsche Leitindex rutscht im späten Handel weiter deutlich ab. Gegen 17 Uhr notiert der DAX mit einem Abschlag von knapp vier Prozent bei 4.580 Punkten.

Die Europäische Gemeinschaftswährung Euro war auch im Mittwochshandel weiter unter Druck und ist zeitweise unter die Marke von 1,25 Dollar gerutscht. Dabei belasteten insbesondere weiter fallende Aktienmärkte die Entwicklung an den Devisenmärkten. Zudem kamen für die Eurozone zur Wochenmitte schwache Konjunkturdaten.
16:14 Uhr: Britische Arbeitslosenzahl zieht kräftig an
Die Arbeitsmarktsituation in Großbritannien hat sich im Oktober 2008 weiter verschlechtert.
Binnen Monatsfrist kletterte die Zahl der Arbeitslosen um 36.500, während Volkswirte ein stärkeres Plus von 39.000 erwartet hatten.

Die Übernahme des Energiedienstleisters Techem war für die australische Macquarie-Bank ein lohnenswertes Geschäft. Der Zukauf hat in den ersten sechs Geschäftsmonaten 20 Millionen Euro verdient und seinen Gewinn damit um 48 Prozent gesteigert. Die Erlöse zogen indes im Berichtshalbjahr nur leicht von 273,5 auf 275 Millionen Euro an.

An den US-Börsen setzt sich der Abwärtstrend auch zur Wochenmitte weiter fort. Die Indizes steigen erneut mit roten Vorzeichen in den Handel ein. Die Anleger zeigen sich angesichts der unklaren Wirtschaftaussichten weiter verunsichert. Besonders unter Beobachtung steht der Kreditkartenanbieter American Express. Presseangaben zufolge benötigt der angeschlagene Konzern Staatshilfe.
Der Dow Jones verliert zum Handelsstart am Mittwoch weitere 2,3 Prozent. An der Technologiebörse Nasdaq Composite dürften ebenfalls rote Vorzeichen das Bild prägen.
15:30 Uhr Dow Jones startet schwach
Der US-Leitindex Dow Jones steigt mit einem Minus von 2,3 Prozent in den Handel ein.
14:50 Uhr: DAX baut Verluste aus
Vor Handelsstart in den USA werden die Minuszeichen an den deutschen Parketts größer. Der DAX verliert gegen 14:49 Uhr 1,6 Prozent und notiert bei 4.690 Punkten.

Die US-Elektronikkette Best Buy hat Konsequenzen aus schwacher Konsumstimmung und sinkender Nachfrage gezogen und hat die Jahresprognosen nach unten angepasst. Demnach wird 2008 nun mit Erlösen zwischen 43,7 und 45,5 Milliarden Euro gerechnet, der Gewinn je Aktie soll bei 2,30 bis 2,90 Dollar liegen.

Die US-Kaufhauskette Macy's hat im dritten Quartal infolge der schwachen Konsumstimmung rote Zahlen geschrieben. Bei einem Umsatzurückgang von 5,91 auf 5,49 Milliarden Dollar lag das Minus unter dem Strich bei 44 Millionen Dollar bzw. zehn Cents je Aktie. Vor Jahresfrist hatte noch ein Gewinn von 33 Millionen Dollar oder acht Cents je Anteilsschein erwirtschaftet werden können.
14:21 Uhr: Dow Jones schwächer erwartet
Der US-Leitindex dürfte mit Abschlägen starten. Der Future auf den Dow Jones Industrial stand gegen 14.20 Uhr mit 0,54 Prozent im Minus. Am Dienstag war der US-Leitindex mit minus 1,99 Prozent auf 8.693,96 Zähler aus dem Handel gegangen.
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Aktien in diesem Artikel
| American Express | 29,1 | -0,1% | |
| EON | 27,3 | +0,4% | |
| EPCOS | |||
| ING | 7,3 | -0,6% | |
| Best Buy | 28,2 | -0,5% | |
| ALTANA | 16,8 | -0,1% | |
| UniCredito Italiano | 2,0 | -1,9% | |
| Applied Materials | 9,1 | +0,8% | |
| AWD | |||
| K+S | 45,6 | -2,9% | |
| Techem | |||
| SOLON | 5,8 | -1,1% | |
| Axel Springer | 84,7 | -0,3% | |
| Exelon | 33,2 | +0,5% | |
| Swiss Life | 96,7 | +1,5% | |
| Hypo Real Estate | |||
| Shinsei Bank | 0,8 | -4,9% | |
| Interhyp | 63,0 | ||
| HCI Capital | 1,5 | +1,4% | |
| DIC Asset | 8,0 | -1,6% | |
| Electricité de France (EDF) | 38,3 | -0,1% | |
| Versatel | 8,2 | +-0,0% | |
| Macys | 15,1 | -0,1% | |
| Centrotherm | 32,8 | +1,8% |
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