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22.07.2010 09:52
Hans Peter Arnold

ABB und Sulzer legen solide Zahlen vor


ABB-Aktie gesucht.
Die Halbjahresberichte von ABB und Sulzer sind an der Börse recht gut aufgenommen worden. Zwar startete die Aktie von Sulzer am morgen im Minus. Zu berücksichtigen ist jedoch: Die Sulzer-Aktie notiert nahe am Jahreshoch von 115 Franken.

Die Sulzer-Aktie wurde anfänglich 1,5 Prozent tiefer gehandelt. Im Verlaufe des Vormittags stiess sie jedoch zwischenzeitlich in positives Terrain vor. Der Börsenwert (3,6 Mrd. Franken) liegt wieder leicht über dem Umsatz. Sulzer hat heute für das erste Halbjahr einen um rund vier Prozent höheren Bestellungseingang gemeldet.

Von Beginn weg recht hoch gehandelt wird die ABB-Aktie (+2 Prozent). Allerdings liegt die ABB-Aktie weiter weg vom 12-Monatehöchststand. Der grösste Schweizer Industriekonzern hat für das zweite Quartal ein Auftragsplus von 5 Prozent vermeldet. Wie erwartet ist der Umsatz gesunken; das Minus von 5 Prozent hielt sich allerdings in Grenzen.

Sehr erfreulich war der Auftragseingang in den frühzyklischen Automationsdivisionen von jeweils über 20 Prozent. Industriekunden würden weiter in energieeffiziente Automations- und Energielösungen zur Steigerung ihrer Produktivität und Qualität investieren, schreibt der Konzern in der Medienmitteilung. Dagegen hielten sich die Energieversorger mit Investitionen in grosse Energieübertragungsprojekte in den meisten Regionen weiter zurück. Infolgedessen nahmen die Basisaufträge (unter 15 Mio. USD) in Lokalwährungen um 15 Prozent zu, während die Grossaufträge (über 15 Mio. USD) um 37 Prozent zurückgingen.

Der Ertrag vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank auf 975 Millionen Dollar, die EBIT-Marge erreichte 12,9 Prozent. Während der Konzerngewinn 623 Millionen Dollar erreichte, betrug der Cashflow aus Geschäftstätigkeit im Berichtsquartal USD 649 Millionen und lag damit niedriger als in der Vorjahresperiode.

ABB-CEO Joe Hogan: «Wir sind zuversichtlicher als noch vor drei Monaten was die wirtschaftliche Erholung in den meisten unserer Märkte betrifft.»

Sulzer erreichte im ersten Halbjahr 2010 eine Umsatzrendite von 10,5 Prozent. Der Bestellungseingang stieg um 4,2 Prozent. Sulzer sieht klare Anzeichen einer fundamentalen Erholung in den frühzyklischen Märkten von Sulzer und Hinweisen auf eine Stabilisierung in den spätzyklischen Industrien. Die Bilanz von Sulzer sei weiterhin stark und erlaubt weitere Akquisitionen.

Das meint Stocks

Die optimistischen konjunkturellen Prognosen von Stocks haben sich bewahrheitet. Die Resultate bei Sulzer wie ABB sind sehr ansprechend. Erst jetzt teilen die Chefs diesen Optimismus. Vielleicht ist dies ein schlechtes Omen - und die Konjunktur dreht erneut (...). Das hoffen wir selbstverständlich nicht. Mit grosser Aufmerksamkeit ist die weitere Entwicklung beim weltweiten Konsum zu verfolgen. Klar ist: In der Industriebranche wird der Reigen guter Unternehmensergebnisse anhalten.


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