Alpiq: Tiefere Strompreise belasten

Alpiqs Zahlen am unteren Ende der Erwartungen
Fürs zurückliegende Geschäftsjahr verbucht der Schweizer Stromriese einen Umsatz von gut 14,8 Milliarden Franken. Allerdings ist der Umsatz einer Stromhändlerin für Aktionäre eine Grösse, die mit Vorsicht zu geniessen ist. Entscheidend ist, dass der Stromabsatz um 4,4 Prozent auf 135'248 Terawattstunden gestiegen ist. Weil aber sinkende Strompreise zu Margendruck geführt haben, resultiert ein Gruppengewinn von 676 Millionen, also 7,7 Prozent weniger als im Vorjahr. An der Europäischen Strombörse EEX in Leipzig ist der Strompreis pro Megawattstunde seit Frühling 2009 von 60 auf 47 Euro gefallen.
Die Sparte Energie-Services hat sich insbesondere im deutschen Markt schwach entwickelt; dort wurden Investitionen zur Erneuerung und Ausbau der Strominfrastruktur verschoben, wenn diese nicht dringend nötig waren.
Sowohl operativ als auch im Handelsgeschäft konnte Alpiq auch 2009 überzeugen, insbesondere im Heimmarkt und in Zentraleuropa. Zwar dürften die Preise vorerst auf relativ tiefen Niveau bleiben, aber die Stauseen sind gut gefüllt, was Alpiqs Flexibilität steigert.
Stocks empfiehlt die Aktien weiterhin zum Kauf, trotz gewohnt bescheidenem Ausblick von Chef Giovanni Leonardi. Die vorgeschlagene Dividende von 8.70 Franken pro Aktie entspricht einer Ausschüttungsquote von 35 Prozent (im Vorjahr 30 Prozent).
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