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Banken-Stresstests: Die guten Ergebnisse beflügeln die Börsen
Der relativ tiefe Kapitalbedarf lässt sich vor allem damit erklären, dass die Negativszenarien im Stresstest vergleichsweise moderat ausgefallen sind. So wird schlimmstenfalls mit einer Rezession gerechnet, die zu einem Schrumpfen der Wirtschaftsleistung der 27 EU-Länder im Jahr 2011 um 0,4 Prozent führen wird. Im Vergleich dazu war die Wirtschaft während der Krise in der EU um 4,2 Prozent eingebrochen. Im Markt kontrovers beurteilt wird auch die Annahme, dass es im Worst-Case-Szenario zwar zu einem teilweisen Zahlungsausfall eines EU-Staates kommen könnte, nicht aber zu einem Totalausfall.
Die Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma hat unabhängig von der EU analoge Stresstests für die beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse vollzogen. Diese unterstellen einerseits gravierendere Worst-Case-Szenarien, andererseits legen sie die Latte mit acht Prozent risikogewichteter Eigenkapitalquote höher als die Tests der EU. Beflügelt von diesen guten Resultaten, starten die Aktien von UBS und Credit Suisse mit deutlichem Kursplus in die Woche. Morgen Dienstag wird die UBS über die Zweit-Quartals-Ergebnisse berichten. Stocks rät derzeit nur zum Halten dieser Grossbankaktien. Die Zweit-Quartals-Zahlen werden wohl operative Fortschritte beim Turnaround offenbaren. Es bleiben aber hohe politische Risiken: Der UBS-Staatsvertrag mit den USA ist unter Dach und Fach, doch innenpolitisch wird nun um die Problematik «Too-big-to-fail» gerungen, also Grössenbeschränkungen für die UBS.
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