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22.07.2010 10:17
Marcus Dankert

Credit Suisse: Durchwachsenes Halbjahr


Die Credit Suisse mit durchwachsenen Zahlen
Bloomberg
Die Credit Suisse Group (CSG) hat trotz durchwachsener Geschäftszahlen letztlich einen guten Gewinn abgeliefert. Allerdings prägen Sonderfaktoren die Halbjahresbilanz.

Windmühlenartig wiederholte Credit-Suisse-Chef Brady Dougan vor allem einen Halbsatz an der Medienkonferenz: Angesichts des anspruchsvollen Umfeldes habe die CSG eine gute Arbeit gemacht. Einerseits wollte er damit wohl die erwartete Schwäche im Investment Banking rechtfertigen, das sich im Geschäft mit Festverzinslichen Papieren (Fixed Income) nahtlos der schwächelnden amerikanischen Konkurrenz anglich, und andererseits zugleich das widererwartet gute Ergebnis im Private Banking hervorheben (siehe Link zum Geschäftsergebnis am Ende des Textes).

Insgesamt müssen die Zahlen jedoch als durchwachsen beurteilt werden. Positiv hervorzuheben sind dabei die Neugeldzuflüsse im Wealth Management, denen jedoch zugleich auch tiefer als erwartete Zuflüsse im Asset Management gegenüberstehen. Ebenso positiv fiel der Ertrag aus Beratungs- und Underwritingtätigkeiten (plus elf Prozent im Quartalsvergleich) sowie aus dem Aktienhandel (plus zwei Prozent) auf, die die Schwäche im FX-Handel teilweise kompensierten.

Fazit:
Stocks hält an seiner Einschätzung zur CSG fest und empfiehlt konservativen Anlegern den Titel zu «halten». Vor allem das volatile Umfeld im Bankensektor und die weiter bestehenden Unsicherheiten bezüglich strengerer Regulierungen auf internationaler Ebene, sind derzeit die grössten Belastungfaktoren auf längerfristige Sicht.
Aggressive und tradingorientierte Anleger nutzen hingegen die gegenwärtige Kursschwäche des Titel zum Einstieg und setzen auf eine kurzfristige Erholung des Titels. Sollten vor allem die Zahlen der direkten Schweizer Konkurrenz weniger gut ausfallen, könnte die CSG-Aktie profitieren.


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