ETF: Was kommt nach dem Boomjahr 2009?

2010 könnten Amundi-ETF an die Börse kommen.
Die Schweiz kennt mittlerweile vier Anbieter von ETF, die mit physischem Gold hinterlegt sind: den Platzhirsch und Vorreiter Zürcher Kantonalbank (ZKB), den Innovator Julius Bär sowie die Grossbanken Credit Suisse und UBS. Per Ende 2009 belief sich das Volumen dieser Gold-ETF auf 8,9 Milliarden Franken. Auswertungen von ETFexplorer.com, einer Such- und Analyseplattform für ETF, zeigen, dass die ZKB im Bereich der Gold-ETF einen Marktanteil von 60 Prozent erreicht, während es Julius Bär auf knapp 25 Prozent schafft. Credit Suisse erzielt mit ihrem Gold-Angebot einen Martkanteil von immerhin noch 15 Prozent.
Rekordjahr 2009
Über alle Kategorien hinweg belief sich Ende Dezember das Volumen der in der Schweiz kotierten ETF auf rekordhohe 136,1 Milliarden Franken. Weltweit erreichten die von ETF verwalteten Vermögen per Jahresende 1032 Milliarden Dollar (+45,2 Prozent). Damit wurde erstmals die Schwelle von einer Billion Dollar überschritten, wie Statistiken des ETF-Marktleaders BlackRock zeigen. Das weltweite ETF-Angebot umfasste Ende Dezember 2009 nicht weniger als 1939 ETFs von 109 Anbietern. Allein an der Schweizer Börse sind mittlerweile über 310 ETF kotiert.
Ausblick für 2010
Was könnte das ETF-Jahr 2010 nach diesem fulminanten Jahr 2009 bringen? Jakob Baur, Geschäftsführer von ETFexplorer, hat sieben Thesen formuliert:
- 20 Prozent Wachstum im ETF-Markt: Baur erwartet auch 2010 wiederum hohe Mittelzuflüsse.
- Indexanlagen werden populärer: Hintergrund für das anhaltend stürmische Wachstum im ETF-Markt ist, dass Asset Manager und Banken vermehrt indexorientierte Anlagemöglichkeiten anbieten.
- ETF-Sparpläne im Trend: Die indexorientierten Anlagen werden auch den Privatkundenmarkt erreichen. «Swissquote bleibt nicht mehr der alleinige Anbieter von ETF-Sparplänen», glaubt Baur.
- Umsatzsieger: Die verstärkte Nachfrage nach ETF macht sie 2010 erneut zum Umsatzsieger an der SIX Swiss Exchange.
- Neue Anbieter: Es kommen neue ETF-Anbieter in die Schweiz. So dürfte etwa das französische Joint-Venture Amundi Asset Management, das aus der Crédit Agricole und Société Générale entstanden ist, den helvetischen ETF-Markt betreten.
- Neue Produkte: Bis Ende 2010 wird die Zahl der an der SIX Swiss Exchange kotierten ETF von derzeit über 310 auf mehr als 500 ansteigen.
- Mehr Immobilien-ETF: Während das Jahr 2009 vor allem im Zeichen eines ausgeweiteten Angebots bei Edelmetall-ETF stand, erwartet Baur für 2010 unter anderen eine deutliche Ausweitung bei Immobilien-ETF.
Mehr Informationen zum ETF-Markt finden Sie im «Swiss Fund Guide 2010». Alle inländischen Einzelabonnenten von Stocks erhalten ihn mit der Ausgabe kostenlos zugestellt, die ab 22. Januar im Verkauf ist. Ausserdem gibt es ihn für 29 Franken (19 Euro) über Axel Springer Schweiz, Tel. 043 444 59 19 oder per Mail broschueren@axelspringer.ch.
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