Konjuktur: Deutsche Wirtschaftsforscher bremsen Euphorie

Die Lage im deutschen Geschäftsleben ist viel besser als erwartet, und die Aussichten sind auch rosig. Das ist - kurz gefasst - das Fazit der aktuellen Erhebung des ifo-Instituts. Der entsprechende Index kletterte so stark wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr, aktuell resultierte ein Plus von 4,4 Punkten auf 106,2 Zähler.
Damit spiegelt das Konjunkturbarometer wider, was die meisten Unternehmer und Konsumenten längst gespürt hatten. Nur bei den Analysten hält sich die pessimistische Haltung, sie hatten gar mit einem Rückgang des Index um 0,2 Punkte gerechnet. Kein Wunder also, dass die Experten weiter bremsen. Das zweite Halbjahr werde sicher schwächer ausfallen, heisst es. Das ist sicher richtig - und doch wird unterm Strich ein klares Wachstum resultieren.
Auch die Schweiz dürfte dabei vom positiven Trend im Nachbarland profitieren. Zum einen dürfte sich die gute Stimmung kurz- bis mittelfristig auf die Kauf- und Reiselust der Bundesbürger auswirken. Zum anderen treiben die guten Zahlen den Euro; das hilft den Schweizer Exporteuren, wenn die Einheitswährung auch noch klar unter der magischen Marke von 1,40 Franken liegt. Doch die liegt wieder in Sichtweite - allen Unkenrufen aus den Geldhäusern und Forschungsinstituten zum Trotz.
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