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UBS: Die Aktie nimmt Kurs auf die Marke von 20 Franken
Hintergrund der positiven Analystenstimmen: Im laufenden Jahr wird die UBS wieder Milliardengewinne verbuchen können, nachdem sie 2008 und 2009 tiefrote Zahlen geschrieben hat. Nach den starken Vorlagen des ersten und zweiten Quartals sollte ein Gesamtjahresgewinn von rund 6,5 Milliarden Franken drinliegen, wie der von der Nachrichtenagentur Bloomberg erhobene Konsens zeigt. Je nach Entwicklung der Finanzmärkte könnten es gar sieben Milliarden werden.
Trotzdem dürfen die UBS-Aktionäre für dieses Geschäftsjahr wohl noch nicht auf eine Dividende hoffen, wie ZKB-Analyst Andreas Venditti meint. Die Kapitalausstattung der UBS liegt zwar im Vergleich mit international tätigen Grossbanken auf einem hohen Niveau – die sogenannte Tier 1 Ratio von 16,4 Prozent ist weltweit eine der höchsten. Trotzdem soll die Eigenkapitalausstattung weiter erhöht werden, auch wenn die internationalen Aufsichtsbehörden die Basel III genannten Eigenmittelvorschriften nur moderat verschärfen wollen. So will die UBS die enger gefasste Core Tier 1 Ratio, die zurzeit 13,0 Prozent beträgt, auf 16 Prozent erhöhen. «Dieses Ziel impliziert unter anderem einen Anstieg des Kernkapitals um etwa 20 Milliarden», rechnet Venditti vor. Und er folgert: «Weil dies dank einbehaltener Gewinne erreicht werden soll, erwarten wir keine Dividende.»
Immerhin: Die im internationalen Vergleich starke Eigenkapitalausstattung fördert das Vertrauen der Private-Banking-Kunden in die UBS. Und CEO Oswald Grübel könnte daher mit seiner Erwartung Recht behalten, dass die Kundengeldabflüsse im Private-Banking-Segment, die sich im zweiten Quartal auf 5,2 Milliarden Franken verlangsamt haben, bis Ende Jahr stoppen könnten.
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